Tanzphilosophie

Tanzen – Tradition, Kultur und Lebensschule

Tanzen ist seit jeher ein Bestandteil der menschlichen Gesellschaft, Kultur und Tradition. Schon alte Völker und Kulturen kannten verschiedenste, teils rituelle Tänze; viele Anlässe von geschichtlicher Bedeutung wurden durch Tanzveranstaltungen umrahmt. Tanzveranstaltungen sollen in verschiedenen Fällen gar maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Verhandlungen erfolgreich verliefen und zu guten Ergebnissen kamen!

Perfektes Tanzen – vielfach gesucht, nie gefunden. Existiert es dann überhaupt?

Meines Erachtens existiert Perfektion im Allgemeinen nicht. Denn perfekt zu sein würde bedeuten, kein Verbesserungspotential mehr zu haben, alles zu beherrschen. Letzten Endes würde es bedeuten, dass es keinen Grund gibt, seine Bemühungen fortzusetzen. In diesem Sinne ist die »Perfektion« als Ziel, als Orientierung, zu verstehen – erreichbar ist sie nicht. 

Was aber kann dann diese Orientierung sein? Schaut man sich in den Tanzschulen um, so scheint die Antwort zu sein: Möglichst viele Figuren kennen (ich wähle hier bewusst diesen Begriff und vermeide es, von »beherrschen« zu sprechen). In der Turniertanzszene scheint eine gerade Oberlinie das Nonplusultra zu sein – weil sie schnelle Turniererfolge in der Schweiz verspricht. 

Tanzen ist Lebensfreude.

Dies ist meine Grundeinstellung – Tanzen ist etwas Schönes, das Freude bereiten soll; ein Spiel in und mit der Musik sowie mit dem Partner (bzw. der Partnerin – aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich nur die männliche Form), weshalb ich großen Wert auf die Führbarkeit aller Elemente lege. Sicherlich ist diese Betrachtungsweise etwas zu differenzieren, schon allein auf Grund der verschiedenen Hintergründe und Entstehungsgeschichten der Tänze. Jene Tänze, mit denen ich mich aktiv beschäftige, differenziere und definiere ich wie folgt: